1. Abschaltstunde in der G. Schuchardt GmbH

Unser Ziel war es, Erkenntnisse zu sammeln, was passiert wenn das gesamte Unternehmen energielos geschaltet wird.

Der Zustand vorher wurde geprüft: 

  • Beleuchtung allgemein 
  • Heizungsanlage 
  • Telefonanlage/Serveranlage/Router 
  • Tiefkühleinrichtungen 
  • Büro 
  • Hochspannungsprüflabor 
  • Elektrowerkstatt Aufenthaltsraum, Toilettenräume, Seminarräume

ist/sind funktionsfähig.

Der Hauptschalter in der Werkstatt wurde ausgeschaltet. Sämtliche Beleuchtung bis auf die Werkstatt war immer noch an. Nanu...

Dann wurde der Hauptschalter am Zähler ausgeschaltet. Das Unternehmen war energielos.
Die Batterie am Server zeigte volle Ladekapazität an.
Nach fünf Minuten wurde der Hauptschalter am Zähler wieder eingeschaltet.
Sämtliche Anlagen funktionierten wieder nur der Server und die Telefonanlage benötigte ca. 3 min für die ordnungsgemäße Funktion. An der Heizung musste die Uhr neu eingestellt werden.

Die Abschaltstunde war ein voller Erfolg. Alle Mitarbeiter konnten den Ablauf verfolgen.
Dieser dauerte insgesamt mit Begehung des Hauptwasserhahns nicht einmal 20 Minuten.

Neues Produkt in unserem Shop

In unserem Shop haben wir für Sie das folgende Produkt neu mit aufgenommen:

In der Rubrik Erdungsstangen: 

Erdungsstange Teleskopisch mit Querstiftaufnahme und Steckkupplung

  • Für Freiluftanwendung
  • Robuste Alu-Trichterkupplung 
  • Teleskopstange stufenlos über Kreuzgriff einstellbar 
  • Für Phasenschraubklemmen und Klemmen mit langer Spindel mit Querstift 
  • Mit Steckkupplung

Besondere Mängel im Brandschutzgeschehen beim „Prüfen elektrischer Anlagen“ in 2019

Allgemeines
In Schlaf- oder Aufenthaltsräumen von Heimen oder Tageseinrichtungen für Kinder, sind Fehlerlichtbogen-Schutzeinrichtungen (AFDDs nach DIN EN 62606) vorzusehen in einphasigen Wechselspannungssystemen mit einem Betriebsstrom nicht größer als 16 A. Siehe DIN VDE 0100-420 (VDE 0100-420): 2016-02 Kapitel 421. 7 a).
Von den Anforderungen kann abgewichen werden, wenn eine andere Lösung in gleicher Weise das vorgesehene Schutzziel "Vermeidung der Entstehung eines Brandes durch Fehlerlichtbogen" erreicht und auf Basis einer Risikobeurteilung ein anderer mindestens gleichwertiger Schutz sichergestellt wird (z.B. sämtliche elektrische Kontakte für die Schlaf- und Aufenthaltsräume werden regelmäßig mit einem Drehmomentschlüssel kontrolliert o.ä. und protokolliert und der Isolationswiderstand wird gemessen und dokumentiert (Prüfung der ortsfesten elektrischen Anlage). Siehe DIN VDE 0100-420 Ber 1: 2018-02, Seite 2 Nr.1.

Allgemeines
Nach DIN ist der Flucht- und Rettungsplan

  • in DIN A3 zu zeichnen
  • farbig auszuführen
  • auch bei Lichtausfall zu erkennen (DIN EN 1838)
  • in einer Lagerichtige Darstellung anzubringen
  • im Maßstab 1:100 darzustellen (einheitlich)
  • mit einem Zeichnungskopf auszustatten; (Inhalt: Planersteller, Objektbezeichnung, Stockwerk, Erstellungsdatum)
  • an einer Stelle zu montieren wo die Menschen sich aufhalten oder vorbeilaufen in einer Höhe zur Planmitte von 1600 mm zum Boden

Casino/Pausenraum
Die thermographische Überprüfung ergab, dass an 80% der Lampen Messwerte über 120 Grad Celsius gemessen wurden. Bitte die Fassungen überprüfen und Leuchtmittel wechseln oder die Lichtanlage erneuern.

Sandstrahlkabine
Die Deckenleuchten weisen Sandablagerungen hinter den Schutzabdeckungen auf. Die Schutzart ist für diesen Einsatzort unzureichend. Diese Leuchten sind zu erneuern.
Anmerkung: Kontrollieren Sie ob die Deckenleuchten IP 6X aufweisen. LED-Wannenleuchten (Hallenleuchten, 120 cm, 36 Watt, IP 65, 3600 lm Neutral/Kalkweiß, Energieeffizienzklasse A+) werden ab 20,- Euro verkauft.

Besondere Mängel im Brandschutzgeschehen beim „Prüfen elektrischer Anlagen“ in 2018

Photovoltaikanlage
Thermische Auffälligkeiten an den Modulen konnten nicht gemessen werden. Die Wartungsgänge sind zu schmal, um ungefährlich die Module messen zu können.
Wartungsgänge müssen nach der Arbeitsstättenrichtlinie ein lichtes Maß von 0,5 Metern aufweisen. Diese sind für Wartungsarbeiten an den Modulen nachzurüsten. Außerdem fehlen nach der Arbeitsstättenrichtlinie, an den Rändern des Daches Anschlagpunkte für "Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz". Ein "Umsteigen" mit der vorgesehenen Leiter auf das Dach ist ungefährlich nicht möglich. Auch Griffe wären für das "Umsteigen" sehr hilfreich.

Allgemeines
Isolationswiderstände konnten wiederholt aus produktionstechnischen Gründen nicht gemessen werden, Messprotokolle lagen nicht vor und Ersatzmaßnahmen sind nicht vorhanden (z.B. Isolationsüberwachungseinrichtungen).

Aus brandschutztechnischen Gründen werden dann in der VdS 2046 Kapitel 3.2.3. Ersatzmaßnahmen festgelegt, die in der VdS 2349 Kapitel 3.2 konkret beschrieben werden. Nähere Informationen findet der Betreiber in der VDE 0105-100/A1 Abschnitt 5.3.3.101.0.2.

Dies ist als Mangel im Befundschein mindestens brandschutztechnisch zu erwähnen (VDE-Schriftenreihe 173 Seite 38 Absatz 3). Gibt es über mehrere Jahre keine Isolationswiderstandsmessungen, ist dies auch ein personengefährlicher Mangel.

Allgemeines
Die Hinweisschilder für Feuerlöscher sind nach der Arbeitsstättenrichtlinie ASR A1.3 anzupassen.
Die DGUV Information 211-041 beschreibt auf Seite 6 als Entscheidungshilfe: "Wird ein bestehendes Brandschutzzeichen durch ein neues Brandschutzzeichen ersetzt, so sind aufgrund des zusätzlichen Erkennungsmerkmales (Flamme) alle vorhandenen Brandschutzzeichen durch neue zu ersetzen."
In den Flucht- und Rettungsplänen sind die tatsächlich im Objekt angebrachten Zeichen zu verwenden. Wendet der Arbeitgeber die geänderten Zeichen beim Betreiben von Arbeitsstätten nicht an, so hat er mit der Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln, ob die in der Arbeitsstätte verwendeten Zeichen weiterhin angewendet werden können.

Motorenlager
Es gibt mehrere alte Regale die nicht auf dem Boden befestigt sind und als gesperrt markiert wurden aber trotzdem sind sie beladen. Es gibt einige Regale deren Prüfung überfällig ist und es gibt einige geprüfte Regale die nicht mit dem Boden befestigt sind.

Seminarprogamm 2019 online

Wir haben für Sie unser neues Seminarprogramm 2019 veröffentlicht.

Sie können hier unsere Seminare anschauen und direkt online buchen:

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Sie können unser Seminarprogramm 2019 auch als pdf-Datei herunterladen:

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Neue Produkte in unserem Shop

In unserem Shop haben wir für Sie die folgenden Produkte neu mit aufgenommen:

DEHNcare® Haube APHO

Zuverlässiger Schutz bei Störlichtbögen: In Kombination mit dem Elektriker-Schutzhelm bietet die Haube optimalen Rundum-Schutz für Gesicht, Ohren und Nacken.

 

Spannungsprüfer PHE4 bis 36 kV

  • Selbsttest aller aktiven Teile inklusive Prüfspitze
  • Einzigartiges Steckkupplungssystem
  • Integrierte optische und akustische Anzeige
  • Auch bei Niederschlägen verwendbar

Besondere Mängel im Brandschutzgeschehen beim „Prüfen elektrischer Anlagen“ in 2017

Ladegerät
Einzelladeplätze müssen durch geeignete dauerhafte Markierungen gegenüber anderen Betriebsbereichen gekennzeichnet sein.
Sie müssen so angeordnet werden, dass Fahrzeuge ungehindert in die gekennzeichneten Bereiche gefahren und dort abgestellt werden können. Die lichte Höhe des Ladeplatzes beträgt mindestens 2000 mm, die Breite zum Bedienen mindestens 600 mm. Der Abstand der Ladegeräte zu den ladenden Batterien muss mindestens 1000 mm betragen. Die Ladeleitungen sind vor mechanischen Beschädigungen zu schützen.
Ladegeräte dürfen nicht auf brennbaren Bau- und Werkstoffen angebracht oder abgestellt werden. Ortsveränderliche Ladegeräte sind gegen Umkippen zu sichern.
Brennbare Materialien wie Lagergut sind mindestens 2500 mm zu Einzelladeplätzen aufzubewahren. Ladegeräte sollten auf der Netzseite durch einen RCD mit einem Nennfehlerstrom von I <= 300 mA geschützt sein. Sie müssen vom versorgenden Netz getrennt werden können.
Ladegeräte ohne eingebauten Überstromschutz sind auf der Netzseite gegen Überlast und Kurzschluss durch Überstromschutzeinrichtungen zu schützen. Überstromschutzeinrichtungen sind auch auf der Ladeseite vorzusehen.

Küche
Die Steckdose neben der Spüle ist in FR-Ausführung auszustatten und über FI- Schutzschalter 30 mA abzusichern.
Begründung:
Nach aktueller VDE 0100-737 (Feuchte und nasse Bereiche und Räume 2002-1) Kapitel 5.2 gilt die Schutzart IPX4 (Spritzwasserschutz) für Betriebsmittel (Steckdosen) die auch nicht für Reinigungszwecken direkt angestrahlt werden; Hier auch noch im Handbereich.
Ein Ersatz durch zusätzlichen Schutz (RCD) wie im Kapitel 4.2 ist nicht mehr zulässig, da die VDE 0100-410 (Schutz gegen elektrischen Schlag 2007-6) geändert wurde.
Mit den neuen Anforderungen wird für Wechselstromsteckdosen <= 20 A ein zusätzlicher Schutz durch (RCD´s) mit einem Bemessungsdifferenzstrom <= 30 mA gefordert, wenn sie von Laien oder zur allgemeinen Verwendung benutzt werden.
Die Ausnahmen die hier genannt werden, Überwachung durch Elektrofachkräfte (bei Ihnen fehlende Isolationswiderstände in den Prüfprotokollen der UV´s) oder nur ein Betriebsmittel, sind für Ihr Unternehmen nicht gültig.

Prüflabor
Das Labor wird selten als Ex-Bereich verwendet. Es wird Methylbenzen (Toluol) verwendet, das leicht entzündlich und gesundheitsschädlich ist.
Wenn noch nicht geschehen, ist ein Hauptschalter außerhalb des Ex-Bereiches anzubringen. Dieser Schalter muss eine "Trennfunktion" aufweisen (VdS 2046 Kapitel 2.3, VDE 0165-1 Kapitel 8.2). Ortsfeste typgeprüfte Leuchten müssen für Bereiche mit Explosionsrisiko geeignet sein (VDE 0100-599 Tabelle A1) oder sie sind freizuschalten.
Es dürfen nur Verlängerungsleitungen verwendet werden, die die Schutzmaßnahme des anzuschließenden Betriebsmittels nicht beeinträchtigen (VDE 0105-100 Kapitel 4.1.108).

Wird der Ex-Bereich elektrisch freigeschaltet (Trennfunktion der gesamten auch nicht explosionsgeschützten Anlagen), darf mit Methylbenzen nur im Ex-Bereich gearbeitet werden, wenn eine Gefährdungsbeurteilung und eine daraus resultierende Arbeitsanweisung, die Unbedenklichkeit der Arbeit bescheinigt.
Diese Arbeitsanweisung ist vor den seltenen Arbeiten mit Gefahrstoffen im Ex-Bereich zu unterweisen und zu dokumentieren.

Leuchten
müssen für den EX-Bereich ausgelegt sein (siehe VdS 2005 Nr 5.17).
Überprüfen Sie die EX-Kennzeichnug an jeder Leuchte, dadurch ist sie baumustergeprüft und überprüfen Sie Ihr Explosionsschutzdokument ob dieser Typ von Leuchten für Ihren EX-Bereich geeignet ist. Es dürfen nur Leuchten verwendet werden entsprechend dem Explosionsschutzdokument.

 

 

 

 

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